Falscher Chinese sorgt für Irrungen und Wirrungen


Laienspielgruppe begeistert mit dem Dreiakter "Sayonara Ebersdorf" / Gestern Premiere des Schauspiels im Gemeindezentrum Am Lindlein


EBERSDORF BEI COBURG Ausgerechnet ein Chinese, der eigentlich ein Japaner ist, hat seinen Aufenthalt angekündigt, um die partnerschaftlichen Beziehungen zwischen seinem Heimatort und der Gemeinde Ebersdorf zu festigen. Welche Irrungen und Wirrungen daraus entstehen, erfahren die Zuschauer des Dreiakters "Sayonara Ebersdorf".

Schon im Vorfeld des Besuches von Kusimi Takashima (Andi Schmidt) dreht sich im Gemeinderat mit Bürgermeister Günther Keiler (Klaus Damaschke) an der Spitze alles um die Frage "Wer ist würdig, den japanischen Chinesen bei sich zu beherbergen - und was kann ihm geboten werden?"

Fränkisch untergebracht

In einer aufregenden Sitzung, bei der Gemeinderätin Monika Muckerl (Natascha Hetz) und Gemeindediener Beni Schloderer (Bernd Hoffarth) sich die Köpfe zerbrechen, wird schließlich beschlossen, Kusimi Takashima in einer echt fränkischen Familie unterzubringen. Diese ist mit dem Ehepaar Sepp P. Dusch (Martin Bauer), seiner Frau Sofie (Katrin John), Sohn Rudi (Christian Geutner) mit Freundin Gretl (Silke Feyler) und der Oma (Katharina Lux) gefunden. Doch dann fangen die eigentlichen Probleme erst an. So wird beispielsweise darüber debattiert, ob dem Gast deftig-fränkische Küche mit Sauerkraut und Klößen aufgetischt werden kann, oder ob lieber Kost aus dem fernen Osten auf den Speiseplan kommen soll. Alle sind rege bemüht, keine diplomatischen Verwirrungen auszulösen, um so nicht die große Weltpolitik ins Wanken zu bringen. Als sich die auserwählte Familie für das große Ereignis rüstet und der Gast eingetroffen ist, kommt alles ganz anders, als es die Beteiligten erwarten. Am Ende renkt sich jedoch alles wieder ein und Kusimi schenkt sogar der "lieben, alten und weisen Flau wo heißen Oma" Blumen, weil er sie für etwas ganz Bestimmtes verehrt.

Spontanität begeistert

In der heiteren Dorfgeschichte beweisen die Laienspieler wieder einmal mehr ihre Kunst. Mit Mimik und spontaner Gestik, begeistern sie das Publikum. Als Souffleuse fungiert in bewährter Manier Helga Hopfenmüller, während Klaus-Dieter Ultsch die Regie übernommen hat. Für die Maske zeichnet Benette Kreuzer und für die Technik Erich und Christian Geutner verantwortlich. Nach der Premiere am Freitagabend, wird das Stück heute sowie am 11. und 12. Mai, jeweils um 20 Uhr, im Evangelischen Gemeindezentrum Am Lindlein aufgeführt. ake